Reisebericht: Spinalonga/Kreta – Von der Venezianischen Festung zur Insel der Verdammten

Wenn ich an unsere letzten Urlaube und Reiseziele denke, wird mir immer wieder bewusst wie unglaublich toll unser Kreta-Urlaub war…
Im Juni 2014 waren mein Herzmann und ich das erste Mal im Griechenlandurlaub – genauer gesagt auf Kreta!

Weil wir überhaupt nicht wussten, was uns erwartet, haben wir ganz easy eine Pauschalreise in ein 5 Sterne Hotel mit All In nach Stalis gebucht; von hier aus wollten wir eigenständig Tagestouren organisieren. Und genau so war es auch.
Mit Blick in den Reiseführer – abgecheckt, was man in der Umgebung mit den Öffis bzw. via Tagestour mit einem Mietwagen erkunden kann – sind wir gleich an einem der ersten Tage in Agios Nikolaos gelandet. Ich habe mich gleich in dieses tolle Städtchen verliebt, mit seinen kleinen Fischerbooten und den niedlichen Einkaufsstraßen und -gassen.

Von Agios Nikolaos aus sind wir mit einer Fähre nach Spinalonga gefahren – was sicherlich eines der Highlights unseres Urlaubs war (auf Spinalonga sind wir dank unseres Reiseführers aufmerksam geworden) 😉
Auf der Fähre hatten wir das Glück einer deutschsprachigen Reiseführerin zuhören zu dürfen, die ein wenig zur Geschichte von Spinalonga erzählte. Wir waren beide gleich angetan und gleichermaßen beeindruckt vom geschichtlichen Hintergrund der Insel. Auch die Atmosphäre, als wir auf der Insel ankamen, sollte uns nicht enttäuschen.

Im 16. Jh. war Spinalonga eine Venezianische Festung, die praktisch als unbezwingbar galt. Erst Anfang der 1700er Jahre wurde sie von den Türken übernommen. Um 1913 rum, als die ersten Menschen in Griechenland an Lepra erkrankten, begann die griechische Regierung die Betroffenen zu isolieren und „verbannte“ sie nach Spinalonga – getrennt von ihren Familien und aus diesen herausgerissen. Auch Kinder wurden von ihren Eltern getrennt und alleine fortgeschickt. Im Laufe der Jahre entwickelte sich auf diese Art und Weise auf Spinalonga eine eigene kleine Kolonie (Viehzucht, Anbau von Gemüse und Obst, intakter Infrastruktur, Schule, Kirche und sogar Kino). Bis 1957 (!) noch lebten die Menschen hier völlig isoliert.


Tipp:
Wenn Ihr mehr über Spinalonga und die Geschichte erfahren möchtet, dann kauft Euch für kleines Geld unbedingt das Buch „Insel der Vergessenen„. Ich habe mir das Buch im Nachgang zu dem Urlaub gekauft und es förmlich verschlungen. Es ist wirklich ein ganz tolles Buch, lässt sich prima lesen und ich kann es jedem nur empfehlen!

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